• Willkommensklassen

      • Die Schüler:innen unserer Willkommensklassen (schulintern Sprachlernklassen genannt) haben aus unterschiedlichen Gründen ihre Heimatländer verlassen und leben nun in Berlin. In der Willkommensklasse lernen sie in der Regel innerhalb eines Jahres Deutsch bis zu dem Sprachstand A2 bzw. A2/B1. Im Anschluss daran gehen sie in die Regelklasse einer Integrierten Sekundarschule (ISS), eines Gymnasiums oder eines OSZ über. Diejenigen, die das B1-Niveau erreichen, können an der Prüfung zum Deutschen Sprachdiplom (DSD I) teilnehmen. Schüler:innen, die noch nicht alphabetisiert sind, lernen zunächst die lateinische Schrift lesen und schreiben.

        Außer Deutschunterricht erhalten die Schüler:innen Fachunterricht Englisch, Mathematik, GeWi (Gesellschaftswissenschaften), NaWi (Naturwissenschaften), WAT, Kunst, Sport und Theater. Sie können gemeinsam mit den Schüler:innen der Regelklassen an einer AG teilnehmen. In einzelnen Fächern ist die Integration in Kurse der Regelklassen möglich. Schüler:innen mit guten Englischkenntnissen können z.B. einen E-Kurs Englisch besuchen.

        • Besuch im Bundestag

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          Am 29. Mai 2019 besuchte die Willkommensklasse SLK 1 den Bundestag. Der Höhepunkt – im wahrsten Sinne des Wortes – war die Besichtigung der Kuppel auf dem Reichstagsgebäude. Davor konnten die Schüler:innen nach einem Vortrag im Plenarsaal mit dem Bundestagsabgeordneten Dr. Stefan Kaufmann (CDU) sprechen:
           

          SLK 1: „Warum sind Sie Bundestagsabgeordneter geworden?“

          Herr Kaufmann: „Ich war schon als junger Mensch Schülersprecher und habe einen Verein gegründet. Ich wollte Dinge verändern und besser machen.“

          SLK 1: „Wie wird man überhaupt Bundestagsabgeordnete/r?“

          Herr Kaufmann: „Man wird von der Partei nominiert. Ich komme aus Stuttgart und wurde zum ersten Mal bei der Bundestagswahl 2009 direkt in den Bundestag gewählt.“

          SLK 1: „Gibt es ausländische Bundestagsabgeordnete (ohne deutschen Pass)?“

          Herr Kaufmann: „Nein. Es gibt Bundestagsabgeordnete mit Migrationshintergrund, z.B. aus der Türkei oder dem Senegal. Aber sie haben einen deutschen Pass.“

          SLK 1: „Können wir auch später Bundestagsabgeordnete werden?“

          Herr Kaufmann: „Ja, wenn ihr einen deutschen Pass habt und in einer Partei seid.“

          SLK 1: „Was machen Sie den ganzen Tag? Wie sieht Ihre Arbeit aus?“

          Herr Kaufmann: „Jeder Tag ist anders. Die Hälfte meiner Arbeit ist in Stuttgart, die andere in Berlin. Wenn ich in Berlin bin, fängt die Arbeit oft schon am Morgen mit einem Frühstückstreffen an. Danach habe ich viele Gespräche und Sitzungen, oft bis Mitternacht. Am Donnerstag bis spät in die Nacht und am Freitag bis zum Mittag sind Sitzungen im Plenarsaal. In Stuttgart sind meine Wohnung und meine Familie. Dort habe ich auch ein Büro. Ich habe dort viele Treffen und beschäftige mich mit anderen Themen als in Berlin. In Berlin bin ich für Wissenschaft, Forschung und Bildung zuständig. Deshalb mache ich auch sehr viele Dienstreisen weltweit.“

           

           

          SLK 1: „Ist die Arbeit einfach oder schwer? Was ist schwer an der Arbeit?“

          Herr Kaufmann: „Die Arbeit ist nicht körperlich schwer, aber sehr zeitintensiv. Ich habe sehr lange Arbeitstage und auch am Wochenende in Stuttgart viele Termine. Ich arbeite 70-80 Stunden in der Woche. Außerdem sind die vielen Reisen auch anstrengend.“

          SLK 1: „Wie viel verdient man als Bundestagsabgeordnete/r?“

          Herr Kaufmann: „Ich bekomme eine sogenannte ,Diät‘, das sind 9.780 € brutto im Monat. Davon muss ich Steuern bezahlen. Darüber hinaus bekomme ich einen Zuschlag von 4.400 €, von dem ich keine Steuern zahlen muss, für mein Büro in Stuttgart, eine zweite Wohnung in Berlin und andere Ausgaben. Zusätzlich bekomme ich Geld für Arbeitsmaterialien etc.“

          SLK 1: „Wie ist Ihr ,normales‘ Leben?“

          Herr Kaufmann: „Wenn ich einmal Freizeit habe, gehe ich gerne in die Oper oder ins Ballett. Außerdem spiele ich Orgel. Ich habe allerdings sehr wenig Freizeit, was natürlich schwer für meine Familie ist. Aber sie ist schon daran gewöhnt.“

          SLK 1: „Vielen Dank für das Gespräch!“

           

          Wir bedanken uns auch ganz herzlich bei Frau Kavita Paul, die den Besuch für uns organisierte!

           

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